Die Zwetschke


Pflanzenkunde

Die Zwetschke (Prunus domestica subsp. domestica) zählt innerhalb der Rosengewächse (Rosaceae) zur Gattung der Pflaumen (Prunus). Zusammen mit Ringlotte und Mirabelle gehört sie zur Unterart der Pflaumen (Prunus domestica). Man geht davon as, dass sie eine Kreuzung aus Schlehe und Kirschpflaume ist. Man kennt über 2.000 verschiedene Pflaumensorten, die sich sowohl in Größe, Schalen- und Fruchtfarbe als auch geschmacklich unterscheiden. Zwetschken haben eine blaue bis schwarz-violette Schalenfarbe, das Fruchtfleisch ist weiß bis grün-gelb. Der weiße Überzug auf der Schale schützt die Früchte vor dem Austrocknen, die wachsähnliche Schicht nennt sich „Duftfilm“.

Anhand folgender Merkmale kann man die Zwetschke (Prunus domestica subsp. domestica) von der Pflaume (Prunus domestica) unterscheiden: Zwetschken haben eine eher länglich-ovale Form, Pflaumen hingegen sind eher rundlicher. Im Gegensatz zur Pflaume hat die Zwetschke keine seitliche Furche, die Fruchtnaht. Der Zwetschkenstein ist länglich-flach und spitz an den Enden. Zudem löst sich bei der Zwetschke das Fruchtfleisch leichter vom Stein.

Der kultivierte Zwetschkenbaum wächst selten höher als vier bis fünf Meter. Wilde Formen der Zwetschke wachsen eher strauchförmig. Heimische Zwetschken sind im Juli bis September erhältlich.

Inhaltsstoffe
Zwetschken enthalten verschiedene Vitamine und Mineralstoffe wie z.B. Vitamine der B-Gruppe sowie Kalium, Eisen und Zink. Sorbit (Zuckeralkohol) und der lösliche Ballaststoff Pektin wirken verdauungsfördernd, die enthaltenen Fruchtsäuren können mitunter leicht abführende Wirkung haben. Der kräftig blaue Farbstoff der Zwetschke zählt zu den Flavonoiden (sekundärer Pflanzenstoff) und hat positive Effekte auf den Körper: Flavonoide können u.a. Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und antioxidativ wirken.

Verwendung und Zubereitung
Wer die blauen Früchte nicht gleich roh nascht oder zu einem Obstsalat mischt, kann Zwetschken in der Küche vielseitig verwenden: Da das Fruchtfleisch der Zwetschke auch beim Backen gut und relativ lange seine Form behält, bietet sie sich als Belag für Kuchen und Plundergebäck geradezu an. Typisch ist ihre Verarbeitung zu Marmelade, Kompott oder Mus wie Zwetschkenröster und Powidl. Der Powidl ist eine bewährte marmeladenartige Füllung z.B. in Germknödel und Buchteln.

 

Eine klassische österreichische Süßspeise sind die Zwetschkenknödel. Getrocknete Zwetschken finden sich in Müslimischungen oder werden als Snack genascht. Dörrzwetschken passen aber auch gut zu pikanten Speisen wie z.B.Käseplatte oder Wildgerichten.

Lagerung
Zwetschken lassen sich gut lagern. Im Kühlschrank können sie eine Woche aufbewahrt werden. Unter optimalen Bedingungen, z.B. in einem Kühllager, sind sie zwischen -1 und 0 Grad Celsius und 90 Prozent rel. Luftfeuchtigkeit sogar bis zu acht Wochen lagerfähig. Halbiert und entsteint kann man Zwetschken auch tieffrieren.

Hinweis
Achten Sie beim Einkauf auf glatte und pralle Früchte, die noch druckfest sind. Der schützende Duftfilm sollte sichtbar sein.

Quellenverweis: https://www.gesundheit.gv.at